Klassische Homöopathie: Die ganzheitliche Lösung für Ihre Gesundheit
- freigeist-seelenwohl

- 28. Feb.
- 4 Min. Lesezeit
Viele Menschen wenden sich der Homöopathie zu, um einen natürlicheren und ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, da sie mit den Gesundheitslösungen, die oft in Form von Tabletten und Rezepten angeboten werden, nicht mehr zufrieden sind. Homöopathische Behandlungen bieten eine einzigartige Möglichkeit, sowohl akute als auch chronische Gesundheitsprobleme ganzheitlich und mit natürlichen Substanzen zu behandeln. In diesem Blogbeitrag werden kurz einige Prinzipien der Homöopathie und deren Integration in Ihren Gesundheitsalltag erläutert.
Die Homöopathie basiert auf dem Prinzip »Similia similibus curentur«, Lateinisch für »Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt«. Die praktische Bedeutung ist, dass eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, zur Behandlung ähnlicher Symptome beim kranken Organismus eingesetzt werden kann. Sehr vereinfacht ausgedrückt durch folgendes Beispiel: Beim Schneiden von Zwiebeln (lat.: Allium cepa) bekommen die Meisten eine laufende Nase und brennende, tränende Augen. Eventuell schwillt die Nasenschleimhaut an und gibt ein verstopftes Gefühl. Diesen Symptom-Komplex kennen wir oft bei einer Erkältung. Allium cepa, das homöopathische Mittel aus Zwiebel, kann helfen, eine Erkältung zu heilen, wenn diese ebendiesem »Zwiebelbild« ähnlich sind.
Homöopathie verstehen
Die Homöopathie wurde im späten 18. Jahrhundert von Samuel Hahnemann, einem deutschen Arzt und Wissenschaftler, entwickelt. Hahnemann war ein Visionär und unglücklich mit dem Status quo der Medizin, wo er erkannte, dass Symptomunterdrückung das Übel nur schlimmer machte. Er wusste, dass der Körper die Fähigkeit hat, sich selbst zu heilen, und sein Ansatz war, diese Selbstheilungskräfte zu fördern oder sogar in Gang zu setzen.
Die Homöopathie ist eine ganzheitlich-medizinische Behandlungsmethode, bei der die Selbstheilungskräfte des Organismus durch die geringste Dosierung der homöopathischen Arznei aktiviert werden.
Die Wahl des Arzneimittels beruht auf der Gesamtheit der vom Organismus produzierten Symptomatik unter Einbeziehung mentaler, körperlicher und seelischer/emotionaler Zustände.
Der Lebensumstand sowie Charakter und Veranlagungen und auch familiäre Zusammenhänge werden einbezogen.
So erhält jedes Individuum, jeder Organismus, durch die homöopathische Behandlung zu gegebener Zeit sein individuell passendes Mittel. Um eine homöopathische Arznei zu verordnen, reicht es folglich nicht, nur aufgrund einer Diagnose oder einer Krankheitsbezeichnung zu verschreiben.
Streng nach den homöopathischen Lehren und Gesetzmäßigkeiten darf nur eine Arznei (das Similimum) zu je gegebenem Zeitpunkt und in kleinster Dosierung verabreicht werden.
Es wird der Mensch und nicht der Name einer Beschwerde oder einer Diagnose behandelt.
Kopfschmerz ist aus homöopathischer Sicht also nicht gleich Kopfschmerz, eine Ischalgie (»Ischias«) oder ein Lumbago (»Hexenschuss«) bedarf ebenso individualisierter Anamnese und Behandlung wie eine langjährige, chronische Erkrankung, sowie mentale oder emotionale Beschwerden.
Jede Krankheit, jeder Schmerz haben unterschiedliche Erscheinungsformen und Auslöser. Jeder dieser Unterschiede wird in der homöopathischen Behandlung berücksichtigt und ist essenziell für die Arzneiauswahl.
Homöopathie ist, primär in langjährig chronischen Fällen, eine Medizin der Geduld, denn der Organismus muss sich nach Verabreichung der Arznei erst wieder in ein Gleichgewicht – die Homöostase – bringen. Chronische Erkrankungen sind komplex und vielschichtig. Diese Vielschichtigkeit muss Lage für Lage fachgerecht und individuell behandelt werden. Es bedarf in chronischen Fällen oft mehrerer Wochen, bis sich diese einstellt – in schwierigen Fällen, mit vielen »Lagen« kann es auch Monate oder Jahre dauern, bis der gesamte Organismus sich wieder wie verjüngt fühlt. Denn der Organismus wird sich von Symptom-Lage zu Symptom-Lage neu strukturieren, und es kommt zu einer Symptomveränderung, welche wieder homöopathisch begleitet werden muss.
Akute Geschehnisse hingegen können durch korrekte homöopathische Behandlung oft in ausgesprochen kurzer Zeit geheilt werden.
Da Homöopathie Individualmedizin ist, wird der Genesungserfolg auch durch das Individuum bestimmt und kann durch ein gutes Eingangsgespräch oft im Vorfeld abgeklärt werden.
Homöopathische Heilung geschieht nach Gesetzmäßigkeiten. Der Organismus hat eine hierarchische Einteilung in Bezug auf die Wichtigkeit der Organe und Organsysteme. Hierzu gehören auch das »Mentale System« und das »Emotions-System«.
Das Hauptziel des Abwehrgefüges wird immer sein, die Störung möglichst weit in der Peripherie zu halten – vorzugsweise auf der Haut, den Schleimhäuten und den Muskeln – und weg von den lebenswichtigen Organen. Diese von Natur gegebene Hierarchie wird in der konventionellen Medizin missachtet und vor allem Hautprobleme werden schnell in die Tiefe getrieben. Auf der Haut nicht mehr sichtbar, jedoch meist nur auf eine tiefere Ebene – sehr oft das respiratorische System – verlagert. In diesem Sinne kommt es bei unterdrückender Behandlung – wie es in der Symptom-unterdrückenden Methode durch die allopathische und antipathische Medizin geschieht, immer zu einer Symptomverschiebung nach innen. Allzu oft somit von einer harmlosen zu einer schwerwiegenderen Problematik.
Der lebende Organismus ist eine Einheit, und nur homöopathische Medizin weiß diese als solche ganzheitlich zu behandeln.
Ein Symptom ist keine Krankheit. Symptome sind die wichtigen Merkmale des Organismus, um zu zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist; also, die Homöostase nicht mehr gegeben ist.
Der Organismus ist in »Un-Ordnung« geraten und versucht diese durch Strategien wieder hinzubekommen. Deshalb bedürfen wir im Optimalfall gar keiner äußeren Hilfe, wenn einmal etwas in Un-Ordnung gerät.
Definition der Gesundheit nach Prof. Vithoulkas:
Gesundheit im physischen Körper ist Schmerzfreiheit und ein Gefühl des Wohlbefindens.
Gesundheit auf der emotionalen Ebene bedeutet Freiheit von leidenschaftlichen Neigungen, was zu einem positiven Zustand des Friedens und der Gelassenheit führt.
Geistige Gesundheit ist Freiheit von Egoismus, was zu Klarheit im Denken und zur Wahrnehmung der Wahrheit führt.


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